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Leichte Zunahme beim Hauskehricht - deutliche Steigerung der Direktanlieferungen im Jahr 2004

Abfallentwicklung Oberwallis 2004

Brig-Glis/Oberwallis.- Für das Jahr 2004 weist die Abfallstatistik eine deutliche Zunahme der Kehrichtmenge aus. Insgesamt fielen rund 34’883 Tonnen Abfälle zur Verbrennung in Gamsen an, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 3% entspricht. Dabei erhöhte sich der Anteil des Hauskehrichts lediglich um knapp 2.5%, derjenige der Privatanlieferungen jedoch um 10%, was in etwa der Wachstumsrate der Jahre 2000 und 2001 entspricht.
Im Jahre 2004 wurden insgesamt 34'883 Tonnen Hauskehricht, Industrie- und Gewerbeabfälle (Direktanlieferungen), Schlämme und Geheimakten in die Kehrichtverbrennung nach Gamsen angeliefert. Diese Tonnage liegt um rund 1‘272 Tonnen oder 3.8% über derjenigen des Vorjahres. Davon entfallen 24'096 Tonnen auf den Hauskehricht, 10'547 Tonnen auf Direktanlieferungen (Industrie- und Gewerbeabfälle), 209 Tonnen auf Schlämme und 30 Tonnen auf Geheimakten. Diese deutliche Zunahme geht vor allem auf Kosten der Direktanlieferungen, die sich im Berichtsjahr 2004 um über 1’000 Tonnen oder 10% erhöhten, während beim Hauskehricht bloss eine Wachstumsrate von knapp 2.5% zu verzeichnen ist. Das Wachstum beim Hauskehricht geht vor allem auf Kosten der Gemeinde Zermatt, die fast 5% zulegte; in den übrigen Oberwalliser Gemeinden beträgt die Zunahme lediglich 1.7%.

Damit hat sich die Entwicklungstendenz nach Abfallgruppen und Lieferart gegenüber dem Vorjahr beinahe umgekehrt: während im Jahre 2003 noch eine sprunghafte Zunahme beim Hauskehricht zu verzeichnen war, bedingt durch die Lieferungen der Gemeinden Täsch und Zermatt, hat sich nun die Hauskehrichtmenge auf höherem Niveau stabilisiert, die Direktanlieferungen dagegen legten deutlich zu.
 

Entwicklung nach Monaten

Die Abfallstatistik nach Monaten lässt beim Hauskehricht keine eindeutigen, saisonalen Tendenzen zwischen Winter- und Sommerhalbjahr erkennen. Die stärksten Zunahmen entfallen auf die Monate Juni (8.4%), August (11.6) und November (16.6); diesen stehen Abnahmen in den Monaten Januar (- 4.5%), Mai (- 8.4%), Juli (- 2.8%), Oktober (- 2.4%) und Dezember (- 1.8%) gegenüber. Die Spitzenmonate bei der Kehrichtverbrennung sind in der Regel auch diejenigen mit einer guten touristischen Auslastung, was im Berichtsjahr sicher für die Monate März und August zutrifft. Die Ausnahme bilden dagegen die Monate Juni und November mit geringfügigem Tourismusaufkommen.

Direktanlieferungen 

Wie bereits erwähnt, hat sich der Anteil der Direktanlieferungen (Mulden von Transporteuren und Bauunternehmen, Anlieferungen von Gewerbebetrieben und Privaten) um rund 1’000 Tonnen deutlich erhöht und liegt insgesamt wieder bei 10‘547 Tonnen. Die grösste Zunahme war in den Wintermonaten – Januar (28.2%), Februar (68.4%), März 35.3%) – zu verzeichnen. In den übrigen Monaten bewegt sich die prozentuale Steigerung zwischen 10 und 20%, während die Monate September bis November die stärkste Abnahme aufweisen. Diese Wachstumsrate bei den Direktanlieferungen entspricht in etwa derjenigen der Jahre 2000 und 2001, während das Vorjahr mit praktisch stabilen Mengen eine Ausnahme im Mehrjahresvergleich bildet. 
 
In dieser Tonnage sind aber auch unregelmässig anfallende Lieferungen von der Grossbaustelle NEAT enthalten, so dass die tatsächliche Tendenz vorsichtig zu beurteilen ist. Im vergangenen Jahr haben diese Lieferungen verschiedentlich Probleme bereitet, weil sie mit unzulässigen Fremdstoffen vermischt waren, welche die Schredderanlage beschädigten. Auf Intervention der Betriebsleitung der KVA und der Abfallberatung konnte der Verursacher ermittelt und das Problem behoben werden. Ausserdem wurden Betriebsleitung und Lieferanten mit Informationsmaterialien zu den Annahmebedingungen und zur korrekten Abfallsortierung versorgt. 
 

Jahresbilanz 2004

 Nach der sprunghaften Zunahme der Kehrichtmenge im Jahre 2003 – bedingt durch die erstmaligen Lieferungen der Gemeinden Täsch und Zermatt – hat sich diese nun auf höherem Niveau stabilisiert. Eine deutliche Zunahme von fast 5% hat lediglich die Gemeinde Zermatt zu verzeichnen; bei den übrigen Oberwalliser Gemeinden beträgt die Zunahme im Schnitt lediglich 1.7%. Deutlich höher ist jedoch der Anteil der Direktanlieferungen ausgefallen mit einem Wachstum von 10%. Für die letztjährigen Wachstumsraten sind eher ausserordentliche Ursachen anzunehmen: Zum einen hat Zermatt ein touristisches Rekordjahr 2004 zu verzeichnen; zum anderen fallen immer noch unregelmässig Abfälle von den Grossbaustellen im Oberwallis an, beides Ursachen, die sich in den Kehrichtzahlen niederschlagen. 
 
In diesem Zusammenhang möchten wir alle Direktlieferanten nochmals daran erinnern, dass nicht nur Hauskehricht, sondern auch Abfälle aus Industrie und Gewerbe vor der Anlieferung sorgfältig sortiert werden müssen und nur die brennbaren Fraktionen in die Kehrichtverbrennung geliefert werden dürfen. Wertstoffe wie Papier/Karton, Glas, Metalle etc. oder problematische Abfälle, wie Farben, Reiniger Fette, Öle, Batterien usw. müssen vorher aussortiert und getrennt entsorgt werden. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für inerte Materialen, wie Mauer- und Betonabbruch, welche nicht nur nicht verbrannt werden können, sondern auch die Schredderanlage beschädigen. Für solche Schäden an der Anlage wird der Verursacher haftbar gemacht.
 
Abschliessend möchten wir all jenen danken, die sich im Jahresverlauf 2004 für die Ziele und Massnahmen einer umweltgerechten Abfallbewirtschaftung eingesetzt haben und sie dazu ermutigen, diese auch in Zukunft beharrlich weiter zu verfolgen.
 
Brig, 20.04.2005 
Abfallberatung Oberwallis

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