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Über 28 tonnen sonderabfälle

Sammelaktion Sonderabfälle aus dem Haushalt 2006

Brig-Glis / Oberwallis. Die diesjährige Sammelaktion für Sonderabfälle aus dem Haushalt fand vom 1. bis 11. Mai 2006 statt. Dabei wurden über 28 Tonnen Abfälle gesammelt und umweltgerecht entsorgt. Dieses Sammelergebnis liegt um gut 4 Tonnen unter demjenigen des Vorjahres. Parallel dazu wurde wiederum eine Separatsammlung für Elektro- und Elektronikgeräte durchgeführt, wobei rund 100 Tonnen ausgedienter Elektrogeräte abgegeben wurden. Dieses Ergebnis liegt um 10 Tonnen über demjenigen des Vorjahres; in etwa gleich blieb die Zahl der abgegebenen Kühlgeräte und Haushaltgrossgeräte.
Die Sammelaktion für Sonderabfälle aus den Haushaltungen wurde dieses Jahr bereits zum 19. Mal durchgeführt und von der Oberwalliser Bevölkerung wiederum rege genutzt. Insgesamt wurden 28 Tonnen Sonderabfälle gesammelt, was einer Abnahme von 3.5 Tonnen oder 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In dieser Sammelmenge sind auch kleinere Anteile gewerblicher Sonderabfälle (z.B. von Malergeschäften) enthalten, während grössere Mengen von den Lieferanten selbst auf eigene Rechnung in die Lonza zur Entsorgung gebracht werden müssen. Die Abnahme der Gesamtmenge erklärt sich dadurch, dass die grösseren Gemeinden Brig-Glis, Naters und Zermatt permanente Sammelstellen unterhalten und dass sich einzelne Gemeinden für eine Teilnahme im Zwei-Jahres-Turnus entschieden haben.
 
So beteiligten sich an der diesjährigen Sammelaktion und ihrer Finanzierung 69 von 76 Oberwalliser Gemeinden. Die Aktion selbst verlief reibungslos; auch die Annahmebedingungen wurden gut befolgt, abgesehen von der immer noch recht grossen Menge an Batterien und Bleiakkumulatoren, die fälschlicherweise zu den Sammelstellen gebracht werden, anstatt sie vorschriftsgemäss den Verkaufsstellen zurückzugeben. Zudem fehlt in recht vielen Gemeinden immer noch die Sammelinfrastruktur für Altöl. 
 

Sammelmenge nach Stoffgruppen

Bei den Mengenanteilen nach Stoffgruppen hat sich gegenüber dem Vorjahr wenig verändert. Der grösste Anteil entfällt mit 38 Prozent nach wie vor auf Farben, Lacke, Leime, Kitte und Holzschutzmittel; Lösungsmittel und lösungsmittelhaltige Malereiabfälle machen 20 Prozent aus. Beide Gruppen zusammen (58 Prozent) ergeben mehr als die Hälfte der Gesamtmenge. Die nächstgrösste Gruppe bilden Bleiakkumulatoren (10 Prozent), gefolgt von Ölen, Fetten, Seifen und Schmiermittel (7 Prozent) sowie Reinigungs- und Pflegemitteln (5 Prozent), Medikamenten und Kosmetika (5 Prozent). Der Anteil der Spraydosen beträgt 3 Prozent gefolgt von Pflanzenschutzmitteln, Herbiziden und Pestiziden (2 Prozent). Batterien machen 1 Prozent der Sammelmenge aus. Hochgiftige Stoffe wie Quecksilber fielen in vergleichsweise geringen Mengen an; ihre umweltgerechte Entsorgung stellt jedoch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz dar. 
Bei der Mengenentwicklung nach Stoffgruppen fällt auf, dass erfreulicherweise deutlich weniger Medikamente und Kosmetika, Lösungsmittel und lösungsmittelhaltige Abfälle sowie Reinigungsmittel abgegeben wurden, dass aber bei den Batterien und Bleiakkumulatoren eine deutliche Zunahme festzustellen ist. 
 

Sammlung von Elektro- und Elektronikabfällen

Parallel zur Sonderabfallaktion wurde auch dieses Jahr von der IMMARK AG und der Eingliederungswerkstätte Bitsch wiederum eine eigene Sammlung für Elektro- und Elektronikabfälle organisiert. Auch diese Aktion war erneut erfolgreich, konnten doch rund 100 Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte sowie 289 Kühlgeräte und 221 Haushaltgrossgeräte eingesammelt werden. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres von 90 Tonnen um zehn Tonnen übertroffen; die Zahl der abgegebenen Kühl- und Grossgeräte liegt im Bereich des Vorjahres. 
Diese Sammlung wird aus den Einnahmen der vorgezogenen Entsorgungsgebühr für diese Geräte finanziert; für Benutzer und Gemeinden ist sie deshalb kostenlos. Ein Teil des Sammelgutes wird in Bitsch zwischengelagert und dort von den Beschäftigten der Eingliederungswerkstätte zerlegt und anschliessend dem Recycling zugeführt. 
 
Abschliessend möchten wir der Bevölkerung und allen an der Aktion beteiligten für ihre Mitarbeit danken. Wir empfehlen Ihnen weiterhin, die im Laufe des Jahres anfallenden Sonderabfälle aufzubewahren und bei der nächsten Sammelaktion abzugeben.
 
Abfallberatung Oberwallis  

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