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Über 30 Tonnen Sonderabfälle

Sammelaktion Sonderabfälle aus dem Haushalt 2007

Sammelaktion Sonderabfälle aus dem Haushalt 2007

Brig-Glis / Oberwallis. Die diesjährige Sammelaktion für Sonderabfälle aus dem Haushalt fand vom 30. April bis 10. Mai 2007 statt. Dabei wurden über 30 Tonnen Abfälle gesammelt und umweltgerecht entsorgt. Dieses Sammelergebnis liegt um rund 3 Tonnen (10%) über demjenigen des Vorjahres.

Parallel dazu wurde wiederum eine Sondersammlung für Elektro- und Elektronikgeräte durchgeführt, wobei rund 96 Tonnen ausgedienter Elektrogeräte abgegeben wurden. Dieses Ergebnis liegt im Bereich des Vorjahres (100 t); in etwa gleich blieb die Zahl der abgegebenen Kühlgeräte (264) und Haushaltgrossgeräte (229). Die Sammelaktion für Sonderabfälle aus den Haushaltungen wurde dieses Jahr bereits zum 20. Mal durchgeführt und von der Oberwalliser Bevölkerung rege genutzt. Insgesamt wurden über 30.5 Tonnen Sonderabfälle gesammelt, was einer Zunahme von ca. 3 Tonnen oder 10% Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In dieser Sammelmenge sind auch kleinere Anteile gewerblicher Sonderabfälle (z.B. von Malergeschäften) enthalten, während grössere Mengen von den Lieferanten selbst in die Lonza zur Entsorgung gebracht werden mussten und diesen direkt verrechnet wurden.

An der Sammelaktion und ihrer Finanzierung beteiligten sich dieses Mal 70 von 77 Oberwalliser Gemeinden, was der Beteiligung der letzten Jahre entspricht. Die Aktion selbst verlief reibungslos, die Annahmebedingungen wurden gut befolgt, auch was Bleiakkumulatoren und Batterien betrifft, die eigentlich nicht mehr angenommen werden. In zahlreichen Gemeinden fehlen jedoch immer noch Informationen und Hinweise zu den Sammelstellen für Altöl.


Sammelmenge nach Stoffgruppen

Bei den Mengenanteilen nach Stoffgruppen hat sich gegenüber dem Vorjahr wenig verändert. Der grösste Anteil entfällt mit 51 Prozent nach wie vor auf Farben, Lacke, Leime, Kitte und Holzschutzmittel; Lösungsmittel und lösungsmittelhaltige Malereiabfälle machen 11 Prozent aus. Beide Gruppen zusammen (62 Prozent) ergeben mehr als die Hälfte der Gesamtmenge. Die nächstgrösste Gruppe bilden Öle, Fette, Seifen und Schmiermittel (9 Prozent) gefolgt von Reinigungsmitteln, Pflegemitteln (7 Prozent), sowie Medikamenten, Kosmetika (6 Prozent) und Pflanzenschutzmitteln, Herbiziden und Pestiziden (5 Prozent). Der Anteil der Spraydosen beträgt 4 Prozent gefolgt von Leuchtstoffröhren (3 Prozent) und Photoentwickler (2 Prozent). Der Anteil der Batterien beträgt 2 Prozent. Hochgiftige Stoffe wie Quecksilber fielen in vergleichsweise geringen Mengen an; ihre umweltgerechte Entsorgung stellt jedoch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz dar.

Bei der Mengenentwicklung nach Stoffgruppen fällt auf, dass erfreulicherweise deutlich weniger Batterien und Bleiakkumulatoren, Säuren und Alkalien, Photoentwickler und Lösungsmittel abgegeben wurden, dass aber bei den Pflanzenschutzmitteln, Herbiziden, Pestiziden, Spraydosen, den Reinigungs- und Pflegemitteln und bei den Farben, Lacken eine deutliche Zunahme festzustellen ist.


Sammlung von Elektro- und Elektronikabfällen

Parallel zur Sonderabfallaktion wurde auch dieses Jahr von der IMMARK AG und der Eingliederungswerkstätte Bitsch wiederum eine eigene Sammlung für Elektro- und Elektronikabfälle organisiert. Auch diese Aktion war erneut erfolgreich, konnten doch rund 96 Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte sowie 264 Kühlgeräte und 229 Haushaltgrossgeräte eingesammelt werden. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres von 100 Tonnen um 4 Tonnen unterschritten; im Bereich des Vorjahres liegt die Zahl der abgegebenen Kühl- und Grossgeräte.

Diese Sammlung wird aus den Einnahmen der vorgezogenen Entsorgungsgebühr für diese Geräte finanziert; für Benutzer und Gemeinden ist sie deshalb kostenlos. Ein Teil des Sammelgutes wird in Bitsch zwischengelagert und dort von den Beschäftigten der Eingliederungswerkstätte zerlegt und anschliessend dem Recycling zugeführt.

Abschliessend möchten wir der Bevölkerung und allen an der Aktion beteiligten für ihre Mitarbeit danken. Wir empfehlen Ihnen weiterhin, die im Laufe des Jahres anfallenden Sonderabfälle aufzubewahren und bei der nächsten Sammelaktion abzugeben.

Abfallberatung Oberwallis 

Medienmitteilung als PDF

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