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stabile kehrichtmengen

Abfallentwicklung 2008 Oberwallis

Abfallentwicklung im Oberwallis 2008

Brig-Glis /Oberwallis. – Die Oberwalliser Abfallstatistik weist für das Jahr 2008 eine geringfügige Abnahme der Kehrichtmenge aus. Insgesamt fielen rund 37’900 Tonnen Abfälle zur Verbrennung in Gamsen an, was einer Abnahme von 3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil des Hauskehrichts verminderte sich dabei nur geringfügig um 1.2%, derjenige der Privatanlieferungen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 1.8% ab.

Die Abfallstatistik 2008 weist eine geringfügige Abnahme der Kehrichtmenge aus. Insgesamt wurden 37’938 Tonnen Abfälle aus dem Oberwallis nach Gamsen transportiert und verbrannt. Diese Abfallmenge liegt um 1’190 Tonnen oder 3% unter derjenigen des Vorjahres. Dabei reduzierte sich der Anteil des Hauskehrichts um 291 t oder 1.2 % und derjenige der Privatanlieferungen um 232 t oder 1.8 %. Eine Abnahme ist ebenfalls bei den Schlämmen (676 t oder 65 %) zu verzeichnen, während sich die Menge der entsorgten Geheimakten um 10 t (15%) erhöhte. Die beiden letztgenannten Abfallkategorien machen jedoch nur einen geringen Anteil der gesamten Abfallmenge aus.


Entwicklung nach Monaten

Diese Abfallentwicklung, nach Monaten betrachtet, zeigt folgenden Verlauf: Die Abfallmenge hat nur in den Monaten Februar, März, April und September geringfügig zugenommen; in den Monaten Januar, Mai, Juni, Juli, August, Oktober, November und Dezember ist sie dagegen rückläufig. Die Wachstumsmonate bei der Kehrichtverbrennung sind in der Regel auch diejenigen mit einer guten touristischen Auslastung; aufgrund des sehr guten Tourismusjahres 2008 (Winter- und Sommersaison) wären hier eigentlich höhere Wachstumsraten zu erwarten gewesen.


Abnahme bei den Direktanlieferungen

Die Kategorie der Direktanlieferungen hat im Jahr 2008 geringfügig um 1.8 % abgenommen. Auffallend sind die relativ starken Zunahmen zu Jahresbeginn (Januar, Februar) und die ausgeprägte Abnahme im Monat September. Ansonsten verläuft die Entwicklungskurve ziemlich normal und folgt der Konjunktur der saisonalen Bautätigkeit. Diese war auch im Berichtsjahr in den Agglomerationen und den Tourismusgemeinden noch überdurchschnittlich intensiv, in den übrigen Gebieten war sie wohl eher rückläufig, was per Saldo die leichte Abnahme zur Folge hatte.


Jahresbilanz 2008

Die Jahrsbilanz der Oberwalliser Abfallbewirtschaftung für das Jahr 2008 kann durchwegs als positiv beurteilt werden, sowohl was die Entwicklung der Abfallmengen als auch die Organisation der Entsorgung und des Recyclings der Siedlungsabfälle betrifft. (Abgesehen von den konjunkturell bedingten Absatzproblemen bei bestimmten Wertstoffen). Bei einigen Gemeinden konnte die Information zu Abfall & Recycling (Abfallkalender) sowie die Organisation der Separatsammlungen (Sammelstellen) deutlich verbessert werden, womit ein wichtiger Beitrag zu einer besseren Abfalltrennung und damit Schonung von Ressourcen geleistet werden konnte. Das Verbrennungsverbot von Abfällen im Freien wurde im Oberwallis gut befolgt; die sorgfältige Sortierung von Bauabfällen (Direktanlieferungen) ist und bleibt ein wichtiges Anliegen, das die Gemeinden im Auge behalten sollten.

Aus Sicht der Abfallberatung besonders erfreulich ist die leichte Abnahme, respektive Stabilisierung der Abfallmenge, nachdem in den letzten Jahren jeweils kleinere Wachstumsraten zu verzeichnen waren. Die genaue Ursache für diese Abnahme ist nicht einfach zu ermitteln, war doch das Berichtsjahr noch durch ein deutliches Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum (Tourismus, Bautätigkeit) gekennzeichnet, das in der Regel eine Zunahme der Abfallmenge zur Folge hat. Hinzu kommt, dass das Einzugsgebiet des Gebührenverbundes auch im letzten Jahren nicht erweitert werden konnte, also auch kein Verminderungseffekt durch die Kehrichtsackgebühr geltend gemacht werden kann. Anzunehmen ist, dass im Berichtsjahr tatsächlich besser sortiert wurde, als in den Vorjahren, und deshalb mehr Wertstoffe in die Separatsammlung umgeleitet wurden.

Was die Einführung und Verbreitung verursachergerechter Gebühren betrifft, so fehlt im Moment eindeutig der politische Wille zur Nutzung dieses ökologischen Instruments. Der Ball liegt eindeutig bei den Gemeinden:  sie haben es in der Hand durch die Wahl eines umweltgerechten Gebührensystems einen Beitrag zur Umweltpolitik und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung des Oberwallis zu leisten.

Abschliessend möchten wir uns bei all jenen bedanken, die sich für eine ökologische Abfallbewirtschaftung im Oberwallis eingesetzt haben. Unser Dank gilt der Bevölkerung, den Gemeindevertretern, den regionalen Medien und dem Verband; wir möchten sie alle ermutigen, ihr Engagement auch im laufenden Jahr fortzusetzen.

Abfallberatung Oberwallis


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