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Wissenswertes zum Thema Littering

Wissenswertes über Littering

Allgemeines:

  • Littering bedeutet „Vermüllung“. Damit bezeichnet man das achtlose Wegwerfen und Liegenlassen von Abfall vorzugsweise auf öffentlichem Grund, d.h. insbesondere Strassen, Plätze und Parks. Es handelt sich um ein strafrechtlich verfolgbares Delikt und kann mit einer Geldbusse, in der Schweiz: sogar mit Haft geahndet werden (Quelle: Wikepedia).
  • Weggeworfen werden in der Regel kleinere Gegenstände. Eine europaweite Studie aus dem Jahr 2003 zeigt, dass in den Städten Zigarettenstummel mit 58,3 % den Hauptteil ausmachen. Danach folgen Kunststoffe (11,6 %), organische Abfälle (9,8 %), Papier und Karton (8,8 %), Glas (7,3 %), Verpackungen (5,8 %) und schliesslich Metall.
  • Laut einer Studie der Universität Basel landen ca. 30 % des Abfalls ausserhalb der städtischen Abfallkübel.
  • Im Rahmen einer Studie der Universität Basel in fünf Schweizer Städten wurden dagegen keine Abfälle gefunden, die aus Haushalten stammen. Somit kann ausgeschlossen werden, dass die Sackgebühr grössere Auswirkungen auf das Litteringproblem hat.
  • In der Schweiz sehen beinahe 2/3 aller Gemeinden Vermüllung als Problem an.
  • In den SBB-Zügen und –Bahnhöfen wurden im Jahr 2009 ca. 5625 Tonnen Altpapier, 75 Tonnen Glas und 145 Tonnen PET-Flaschen eingesammelt.
  • Jährlich zahlen die Schweizer Städte und Gemeinden Fr. 300 Mio. für die Reinigung der Plätze und Strassen.

Ursachen:

  • Als Hauptursache werden veränderte Konsumgewohnheiten (fliegende Verpflegung, Wegwerfgesellschaft), Bequemlichkeit und ein generell nachlässiger Umgang mit öffentlichem Eigentum aufgrund sozialer Desintegration oder mangels sozialer Kontrolle gesehen.
  • Die Folgen dieses Verhaltens äussern sich in höheren kommunalen Reinigungskosten, in der zunehmenden Umweltbelastung und der zunehmenden Verslummung (Abfall zieht Abfall an!).

Littering- Typen:
  • I’m Just not Bothered ("Ist mir doch egal"): Alle Altersgruppen. Sehen Littering als gegeben an, etwas, das einfach manchmal passiert. Denken nicht darüber nach. Haben auch kein Problembewusstsein und nicht die Absicht, ihr Verhalten zu ändern.

  • I Don’t Want to be Seen Like a Geek ("Ich bin doch kein Streber"): Eher jüngere Schüler, nur eine kleine Gruppe bei den Älteren. Littern kaum, wenn sie alleine sind; in der Schule, unter Gruppendruck ändern sie ihr Verhalten. Wollen nicht als Streber gelten und finden es peinlich, nicht zu littern. Würden durchaus ihr Verhalten ändern wollen, wenn auch die anderen mitmachen.

  • I’m Hard, I’m Cool ("Ich bin ja so toll"): Jüngere und ältere Schüler mit Alpha‐Status in ihrer Gruppe (nur ein kleines Segment). Für sie ist Littering ein Zeichen von Rebellion, um ihren Status zu beweisen. Littern in erster Linie und besonders in Gegenwart anderer.

  • Blame it on the Bins ("Ist ja kein Papierkorb da!"): Grosses Segment von Jugendlichen, die nach einer Rechtfertigung suchen: Schuld am Littering sei das Fehlen von Papierkörben. Es ist diesen Jugendlichen dabei bewusst, dass Littering falsch ist.

Massnahmen:

  • Als wichtiges Mittel gegen Littering sieht man die Umweltbildung in der Schule. Weiterhin sorgen regelmässige Informationskampagnen mit Plakaten auf öffentlichen Plätzen oder im öffentl. Verkehr für weitere Aufklärung der Bevölkerung.
  • Der Detailhandel Schweiz und der Schweizerische Gewerbeverband versuchen mit Hilfe verschiedener Massnahmen (Einsammeln des Mülls in unmittelbarer Nähe der Verkaufsstellen, Verkauf des Take-Away-Foods mit wenig Verpackungsmaterial....) das Ausmass des Litterings in den Schweizer Städten einzudämmen.
  • Mit einem „Verhaltenskodex für Verkaufsstellen von Unterwegsverpflegung“ bieten Fachorganisationen den betroffenen Städten und Gemeinden die Möglichkeit zur konstruktiven Zusammenarbeit.
  • Wo die Sensibilisierung der Bevölkerung keine Wirkung zeigt, kommen Sanktionen, wie z.B. Bussen in Betracht. In einigen Kantonen (Thurgau, Solothurn, St. Gallen) und Städten (Bern) wurde dafür eine gesetzliche Grundlage geschaffen.
  • In der Stadt Bern wird das Wegwerfen von Essensresten, Flaschen, Zigarettenstummel oder Kaugummi auf die Strasse mit Fr. 40,--, Hundekot mit Fr. 80,--, Gegenstände aus dem Auto werfen mit Fr. 100,-- bestraft.
  • Im Auftrag der Privatwirtschaft führt die IGSU (IG saubere Umwelt) seit mehreren Jahren mit sehr anschaulichen Anti-Littering-Gratisplakaten (für Private, Schulen...) erfolgreiche Sensibilisierungskampagnen durch und ist auch bei öffentlichen Events mit ihren Anti-Littering-BotschafterInnen vor Ort präsent. Ein besonders nachhaltiges Echo erreichte die IGSU mit ihrem Anti-Littering-Song-Contest 2009.

Weitere Informationen :
  • PUSch: Praktischer Umweltschutz Schweiz (www.umweltschutz.ch)
  • IG saubere Umwelt (www.igsu.ch)
  • www.littering.ch
  • www.swissinfo.ch
  • www.bafu.ch

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