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Medienmitteilung

Abfallentwicklung Oberwallis 2011

Brig‐Glis /Oberwallis. – Die Abfallstatistik Oberwallis weist für das Jahr 2011 eine geringfügige Zunahme der Abfallmenge von 0.4% gegenüber dem Vorjahr aus. Bei den beiden wichtigsten Abfallsorten, dem Hauskehricht und den Privatanlieferungen, sind leichte Abnahmen, bei den übrigen Gruppen ist eine geringe Zunahme zu verzeichnen, was per Saldo ein bescheidenes Wachstum der Gesamtmenge im Vergleich zum Jahr 2010 ergibt.
Im Jahre 2011 fielen im Oberwallis aus Haushalten und Betrieben insgesamt 39’146 Tonnen Abfälle zur Verbrennung in der KVA in Gamsen an. Das Ergebnis entspricht einer Zunahme von 170 Tonnen oder 0.4% gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Hauskehrichts war dabei leicht rückläufig, nämlich um 79 Tonnen oder 0.3% und auch bei den Privatanlieferungen (vor allem Bauabfälle) war eine leichte Abnahme von 17 Tonnen oder 0.1% zu registrieren. Die Kategorie der Schlämme legte dagegen mit 265 Tonnen oder 73%
ausserordentlich stark zu, diejenige der Geheimakten erhöhte sich geringfügig um 1 Tonne. Diese beiden letztgenannten Abfallgruppen machen nur einen geringen Teil, nämlich weniger als 2% der gesamten Abfallmenge aus, sie sind jedoch für das bescheidene Wachstum der Gesamtmenge im Berichtsjahr verantwortlich.

Saisonale Verteilung
Bekanntlich ist die Abfallentwicklung Im Oberwallis starken saisonalen Schwankungen ausgesetzt, entsprechend dem saisonalen Verlauf der Tourismusbranche. Ausgeprägte Spitzen in der Hauptsaison, vor allem im Winterhalbjahr und den Sommermonaten, deutlich geringeren Mengen in der Zwischensaison, sind normalerweise die Regel. Die Abfallentwicklung ist deshalb ein guter Indikator für die jeweilige Konjunktur
im Tourismus. Diesbezüglich weist das Berichtsjahr 2011 relativ flache Wachstums‐ und Schrumpfungskurven auf: in der ersten Jahreshälfte ist die Kehrichtmenge tendenziell leicht steigend, mit den Spitzenmonaten Januar und Mai, in der zweiten Hälfte leicht sinkend, ‐ hier weisen nur die Monate September und Oktober leichte Zunahmen auf ‐ zum Jahresende nimmt sie wieder deutlich ab. Dieser Jahresverlauf, der kaum ausgeprägte Abweichungen in den Monaten der touristischen Hochsaison erkennen lässt, lässt auf eine schwächere Konjunktur in der Tourismusbranche schliessen.

Direktanlieferungen
Bei den Direktanlieferungen (von Privaten direkt nach Gamsen gelieferte Abfälle, vor allem Bauabfälle) ist für das Jahr 2011 eine geringfügige Abnahme von 17 Tonnen oder 0.13% zu verzeichnen. Die Abfallmenge hat sich damit, nach den robusten Wachstumsraten der letzten Jahre, auf dem Niveau von knapp 13’500 Tonnen stabilisiert. In diesen Zahlen schlägt sich zweifellos das allgemein schwächere Wirtschaftswachstum nieder, insbesondere ein Nachlassen der Bautätigkeit, die zwar in den Agglomerationen und den Tourismusgemeinden immer noch intensiv war, in den übrigen Gebieten jedoch zu stagnieren scheint.

Jahresbilanz 2011

Aus Sicht der Abfallberatung ist das Berichtsjahr 2011 positiv zu beurteilen, insbesondere was die Entwicklung der Abfallmengen (Verbrennungsabfall und Separatsammlungen) betrifft. Trotz Bevölkerungswachstum und anhaltender Bautätigkeit, bei gleichzeitig leicht rückläufigem Tourismus, konnte die Abfallmenge sehr stabil gehalten und das System der Separatsammlungen erfolgreich weiter geführt werden. Der Bundesgerichtsentscheid vom Sommer 2011 zu den Kehrichtgebühren, wonach ausschliesslich verursachergerechte Gebühren, nach Gewicht oder Volumen erhoben, gesetzeskonform sind, hat zudem die bisherige Position des Verbandes für eine verursachergerechte und damit ökologische Abfallbewirtschaftung nachhaltig gestärkt und wird dazu beitragen, den Verbund der Gemeinden mit Sackgebühr zu erweitern. Mit zunehmender Knappheit nicht erneuerbarer Rohstoffe und der damit verbundenen Preissteigerung wird die Nachfrage nach Recyclingprodukten, zumindest bei bestimmten Stoffen, perspektivisch steigen und die Verwertung wirtschaftlich interessanter machen.

Wir möchten zum Schluss all jenen danken, die sich auch im letzten Jahr für eine umweltgerechte Abfallbewirtschaftung im Oberwallis eingesetzt und die gute Zusammenarbeit ermöglicht haben. Unser Dank geht an die Bevölkerung, die Gemeinden, die regionalen Medien an den Verband und seinen Verwaltungsausschuss und verbindet sich mit dem Wunsch, dieses Engagement auch im laufenden Jahr fortzusetzen.
Abfallberatung Oberwallis

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