Weihnachtsbaum

ABFALLWEGWEISER

Weihnachtsbaum

Was:
  • Ausgediente Weihnachtsbäume, die vollständig frei von Fremdstoffen sind!
Was nicht:
  • Selbstverständlich müssen aber vor dem Entsorgen Ziergegenstände wie Schmuck, Kugeln, Lametta (enthält Blei und ist daher Sonderabfall), Engelshaar, Kerzenhalter und Metallhaken entfernt werden.
  • Auch die dünnen Glitzerfäden, an denen Schokolade und andere Süssigkeiten hingen, sollten sorgfältig entfernt werden, da sie teilweise umweltbelastende Schwermetalle enthalten.
Wie:
  • Weihnachtsbäume dürfen NICHT länger als 2 Meter und schwerer als 25 kg sein. Grössere Bäume müssen zerkleinert werden.
Wo:
  • Zusammen mit dem Hauskehricht an den offiziellen Abfuhrtagen bis 07.00 Uhr gratis gut sichtbar am Strassenrand bereitstellen. Während der folgenden fünf Wochen: vom Montag, 27. Dezember 2021 bis und mit Freitag, 28. Januar 2022. Siehe Abfuhrfahrplan nach Ortschaften.
  • In den Gemeinden in welchen während den Wintermonaten eine Grünabfuhr stattfindet oder eine Abgabe von Grünmaterial möglich ist, können die gesäuberten Bäume falls möglich dort entsorgt werden. Die Bevölkerung soll vor der Entsorgung des Weihnachtsbaum bei der Verwaltung über Gemeinde spezifische Entsorgungswege informieren.
    • Visp am Freitag 07. und 21. Januar 2022 (Wenn eine Entsorgung an diesen Daten nicht möglich ist, können sie auch im Januar der ordentlichen Kehrichtabfuhr mitgegeben werden).
Wichtig:
  • Entsorgen Sie Weihnachtsbäume niemals im Wald oder in der freien Natur!
  • Weihnachtsbäume sollten NICHT zusammen mit pflanzlichem Gartenabfall kompostiert  bzw. der Grünabfuhr mitgegeben werden, wenn sie mit Resten von Kerzenwachs, Lametta, Kunstschnee oder Glitzerspray (beide enthalten Lösungsmittel und Treibgase) und anderen Fremdstoffen verschmutzt sind.
  • Weihnachtsbäume müssen nicht zwingend entsorgt werden: Äste können als Kälteschutz ab Januar über Pflanzenbeete, Balkonkistchen oder unter Sträuchern verteilt werden. Dies aber nur ohne Lametta und ohne Kerzenreste. Im Frühjahr können die abgefallenen Nadeln als Schneckenschutz gegen Frass an Jungpflanzen ausgestreut werden. Die Äste wiederum können – gemäss Abfuhrplan – durch den Häckseldienst zu Kompostbeilage verarbeitet oder der Grünabfuhr mitgegeben werden.

Ökobilanz von Weihnachtsbäumen
Mit dem Ökobilanz-Berechnungstool von ESU-Services können verschiedene Szenarien für den Kauf von Weihnachtsbäumen wie Waldtanne, Zuchttanne, Miettanne und künstliche Tanne verglichen werden.

Für die Umweltauswirkung sind unter allen betrachteten Faktoren (Anbau, Produktion, Transporte bis nach Hause, Entsorgung in der Kehrichtverbrennung) die Art des Baumes, Transporte und Nutzungsdauer, die auschlaggebenden Einflüsse.

  • Als Referenz sind die Umweltbelastungen von Geschenken und Mahlzeiten am Ende erwähnt.

Aktion Weinachtsbaum 2021

Betriebsspezifische Abfälle

ABFALLWEGWEISER

Betriebsspezifische Abfälle

Mit Artikel 3 Buchstabe a der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) wurde eine neue Definition von Siedlungsabfällen eingeführt, die am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist.

Definition Siedlungsabfälle (Art. 3a VVEA)

Aus Haushalten stammende Abfälle sowie Abfälle aus Unternehmen mit weniger als 250 Vollzeitstellen, deren Zusammensetzung betreffend Inhaltsstoffe und Mengenverhältnisse mit Abfällen aus Haushalten vergleichbar sind. Der Begriff „Siedlungsabfälle“ wird vom BAFU hier näher erläutert (siehe Auszug beiliegender Anhang).

Definition Unternehmen (Art. 3b VVEA)

Rechtliche Einheit mit einer eigenen Unternehmens-Identifikationsnummer oder solche in einem Konzern zusammengeschlossene Einheiten mit einem gemeinsam organisierten Abfallentsorgungssystem.

Unternehmen mit weniger als 250 Vollzeitstellen, dessen Zusammensetzung des Abfalls betreffend Inhaltsstoffe und Mengenverhältnisse nicht mit Abfällen aus Haushalten vergleichbar sind, fallen ebenfalls aus dem Entsorgungsmonopol des Gemeinwesens und gelten künftig ebenfalls nicht mehr als Siedlungsabfall.

Definition betriebsspezifische Abfälle

Quelle= Vollzugshilfe für die verursachergerechte Finanzierung der Siedlungsabfallentsorgung, ab Seite 15

In Unternehmen mit 250 oder mehr Vollzeitstellen fallen rechtlich gesehen keine Siedlungsabfälle an, unabhängig von ihrer Zusammensetzung. Alle in diesen Unternehmen anfallenden Abfälle sind als «übrige Abfälle» bzw. als Betriebs-, Gewerbe- oder Industrieabfälle, wie sie in der Praxis genannt werden, zu qualifizieren und müssen vom Inhaber entsorgt werden (Art. 31c Abs. 1 USG)

Nicht betriebsspezifische Abfälle sind in ihrer Zusammensetzung betreffend Inhaltsstoffe und Mengenverhältnisse in der Regel mit Abfällen aus Haushalten vergleichbar und somit als Siedlungsabfälle einzustufen, sofern das Unternehmen weniger als 250 Vollzeitstellen aufweist. Grundsätzlich handelt es sich hier um Abfälle, die durch den alltäglichen Konsum der Angestellten anfallen, wie Papierabfälle (z. B. gelesene Zeitungen) aus einem Kosmetikstudio oder Kehricht (z. B. Inhalt des Abfalleimers am Arbeitsplatz) aus einem Ingenieurbüro oder einer öffentlichen Verwaltung. Folglich ist davon auszugehen, dass eine gewisse Menge an Siedlungsabfällen grundsätzlich in allen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen anfällt

In der Regel sind betriebsspezifische Abfälle (z. B. Bauabfälle, Produktionsabfälle) betreffend Inhaltsstoffe nicht mit Haushaltsabfällen vergleichbar. Diese Abfälle sind keine Siedlungsabfälle, sondern «übrige Abfälle», die vom Inhaber zu entsorgen sind. In der Praxis werden solche Abfälle auch Betriebs-, Gewerbe- oder Industrieabfälle genannt. Als Beispiele sind hier Metallspäne aus metallverarbeitenden Betrieben oder Restholz aus Schreinereien aufzuführen.

Wie:
  • Erkundigen Sie sich beim Lieferant/Hersteller, ob dieser die ungereinigten leeren Verpackungen/Gebinde zurück nimmt.
  • Zudem können Sie das Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen zu entsorgenden Produkts konsultieren, welches grundsätzlich auch gewisse Angaben zur Entsorgung aufgeführt haben sollte (Ungebrauchtes Produkt, Restmengen, ungereinigte leere Verpackung/Gebinde) sowie die entsprechenden 6-stelligen Abfallcodes (siehe Abfallverzeichnis nach Herkunft sowie Substanzbezogene Abfallliste). Beispiele:
    • 02 01 08 [S] Abfälle von Chemikalien für die Landwirtschaft, die gefährliche Stoffe enthalten.
    • 02 01 07 Abfälle aus der Forstwirtschaft
    • 13 02 04 [S] Chlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle auf Mineralölbasis
    • 13 02 06 [S] Synthetische Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle
    • 08 01 11 [S] Farb- und Lackabfälle, die organische Lösungsmittel oder andere gefährliche Stoffe enthalten
    • 17 08 01 [S] Bauabfälle auf Gipsbasis, die durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind
    • 18 01 01 [S] Abfälle mit Verletzungsgefahr (spitze oder scharfe Gegenstände – „sharps“) mit Ausnahme derjenigen, die unter 18 01 03 fallen [Menschen]
    • 18 01 08 [S] Zytostatika-Abfälle [Menschen]
    • 18 01 09 [S] Altmedikamente [Menschen] mit Ausnahme derjenigen, die unter 18 01 08 fallen
    • 18 02 07 [S] Zytostatika-Abfälle [Tiere]
    • 18 02 08 [S] Altmedikamente mit Ausnahme derjenigen, die unter 18 02 07 fallen [Tiere]
Wo:
  • Falls im Sicherheitsdatenblatt die entsprechenden 6-stelligen Abfallcodes enthalten sind, können Sie sich bereits auf der Internetplattform www.abfall.ch anhand diesem Code informieren, welche Entsorgungsanlagen bewilligt wären solche Abfälle anzunehmen.
  • Firmen können kostenpflichtig ihre Abfälle in den folgende Anlagen im Oberwallis entsorgen:
    • Ökohof Schriber & Schmid
      Bielstrasse 32, 3902 Glis
      Tel. 0279216868
      Öffnungszeiten Mo-Fr 07-12 Uhr und 13-17 Uhr
Wichtig:
  • Sonderabfälle aus Unternehmen mit weniger als 250 Vollzeitstellen werden grundsätzlich ebenfalls zu den Siedlungsabfällen gezählt. Nämlich wenn sie von den Inhaltstoffe und den Mengenverhältnissen her mit denjenigen aus Haushalten vergleichbar sind und nicht der Kerntätigkeit des Unternehmens entspringen.
  • Nach Artikel 22 des Bundesgesetz üden den Schutz vor gefährlichen Stoffen und Zubereitungen sind Unternehmen, die gefährliche Stoffe oder Zubereitungen abgeben, verpflichtet, sie von nicht gewerblichen Verwenderinnen und Verwendern zur fachgerechten Entsorgung zurückzunehmen. Die rückgabe von Kleinmengen ist kostenlos.
  • Der Transporteur ist für die Einhaltung der geltenden Vorschriften (ADR / SDR / VeVA / usw.) verantwortlich.
  • Der Abgeberbetrieb ist für die korrekte Deklaration der Sonderabfälle sowie für die Erstellung der notwendigen Dokumente (Beförderungspapiere) verantwortlich.
    • Bei der Anlieferung müssen Gewerbekunden einen VeVA-Begleitschein vorweisen.
    • Für die Erstellung eines VeVA-Begleitscheins ist eine VeVA-Betriebsnummer notwendig. Diese kann bei der Dienststelle für Umwelt des Kantons (Departement für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt -DMTE-) beantragt werden.
    • Fehlende VeVA-Begleitscheine können kostenpflichtig durch die Entsorgungsfirma erstellt werden.